Der Bergfried
In der Nordostecke ragt der Stumpf des einst mächtigen Bergfrieds direkt über dem Halsgraben empor. Er diente der Festung einst als Schutzschild, Aussichtsturm und letzte Zufluchtsstätte (sogenannter Donjon). Strategisch auf dem höchsten Punkt erbaut, misst der quadratische Turmrest außen ca. 9 x 9 Meter. Seine massiven, 3 Meter dicken Mauern umschlossen im Originalzustand einen Innenraum von etwa 3 x 3 Metern. Die Konstruktion ist im verbliebenen Mauerwerk dreigeteilt: Außen zeigen sich wehrhafte Buckelquader, innen glatt behauener Sandstein und dazwischen ein Kern aus Granitbruchstein und Kalkmörtel. Der Zugang erfolgte wahrscheinlich ausschließlich als Hocheingang über den Palas. Das zerstörte Innere war funktional sowohl für die Verteidigung als auch zum Wohnen eingerichtet gewesen.

Auf dem Plateau der Hauptburg
Wer den Aufstieg zur Kernburg geschafft hat, blickt auf die beeindruckende Kulisse des einstigen Palas und den verbliebenen Stumpf des Bergfrieds. Hoch über dem Kinzigtal weht hier die Flagge der Grafen von Fürstenberg und erinnert an die bewegte Geschichte der Festung, die im Jahr 1534 ein tragisches, feuriges Ende fand.