Die heutige Ruine


Das Ende der Burg und der Weg zur Ruine

Die Blütezeit der Schenkenburg endete abrupt im Jahr 1534. Nach lang anhaltenden Besitzstreitigkeiten und politischem Zwist gerieten die Lehensnehmer, die Junker von Weitingen, in schweren Konflikt mit ihrem Lehensherrn, dem Grafen Wilhelm von Fürstenberg. Da die Junker ihren Verpflichtungen und der Treue nicht nachkamen, zog der erzürnte Graf im Jahr 1534 mit seinem eigenen Kriegsvolk vor die Festung. Er ließ sie einnehmen und gezielt in Brand stecken. Aus der einst stolzen Residenz wurde eine verlassene Brandruine, die in den folgenden Jahrhunderten dem Verfall preisgegeben war.

 

Die Schenkenburg heute: Sicherung für die Zukunft

Um den fortschreitenden Verfall der geschichtsträchtigen Anlage zu stoppen, rückte die Ruine in den Fokus moderner Denkmalschützer. Durch aufwendige Sanierungsmaßnahmen – insbesondere im Zeitraum zwischen 2002 und 2012 sowie durch laufende Instandhaltungen an der instabilen 16 Meter hohen Palaswand und dem verbliebenen Mauerstumpf des Bergfrieds – wurde das historische Erbe für Besucher gesichert. Heute erstrahlt die Ruine wieder als frei zugängliches, gut dokumentiertes Kulturdenkmal und beliebtes Ausflugsziel im Kinzigtal.